Detaillierte Einblicke in unser Programm

Diese Seite bietet Dir eine umfassende Übersicht über die einzelnen Programmpunkte. Im Gegensatz zur Programmübersicht findest Du hier erweiterte Beschreibungen, die Dir helfen, die für Dich relevantesten Angebote auszuwählen. Unser Ziel ist es, Dir eine detaillierte Planung Deines Besuchs zu ermöglichen. 

Veranstaltungen im Detail

Mo, 01.06., 12-14 Uhr, S1-105

Überwachen und Täuschen: Foucaults Machtkonzept(e) im Digitalen

Wir untersuchen in dieser Veranstaltung Medien als Disziplinartechnologien nach Foucault: Sie wirken als moderne Panoptiken, die durch Überwachung und Desinformation Macht ausüben – etwa indem sie definieren, was als „wahnsinnig“ oder „normal“ gilt. Historisch zeigt sich dies in der faschistischen Propaganda, die Täuschung und Kontrolle systematisch verband. Anhand aktueller Beispiele dekonstruieren wir diese Mechanismen gemeinsam.

SOSE2026 / 300734 Mediierung von Des-/Informationen (30-M35) (S) - eKVV - Universität Bielefeld

Mo, 01.06., 14 bis 16 Uhr, U2-139

Beginn mit Analyse & Diskussion von 3 zeitgenössischen Romanen
taught in English

Beschreibung: Beginn mit der Analyse und Diskussion von drei zeitgenössischen Romanen, die sich mit Fragen des Aufwachsens junger schwarzer Menschen in Großbritannien beschäftigen, mit Themen rund um Ausgrenzung, Diskriminierung und eigene Handlungsmacht sowie - in diesem Zusammenhang - die Rolle von Literatur, Kunst und Kultur. Es handelt sich um diese Romane: Derek Owusu, That Reminds Me (2019), Michael Donkor, Hold (2018), Caleb Azumah Nelson, Open Water (2021)" und " die Seminar-TN müssen die Romane gelesen haben, aber andere interessierte Studierende können auch so hinzukommen. Zu der konkreten Textanalyse werden sie dann weniger hinzusteuern können, wohl aber zur allgemeineren Diskussion.

Description: The course begins with an analysis and discussion of three contemporary novels that explore the experiences of young Black people growing up in the UK, addressing themes of exclusion, discrimination, and agency, as well as—in this context—the role of literature, art, and culture. The novels are: Derek Owusu, That Reminds Me (2019), Michael Donkor, Hold (2018), and Caleb Azumah Nelson, Open Water (2021). Seminar participants must have read the novels, but other interested students are also welcome to join. While they may be less able to contribute to the specific textual analysis, they can certainly participate in the broader discussion. 

Mo, 01.06., 14 bis 16 Uhr, Lampingsporthalle, Wertherstr. 116

Umgang mit Heterogenität - Intersektionale Perspektiven auf (Schul-)Sport

In der Seminarsitzung des Seminars "Umgang mit Heterogenität -intersektionale Perspektiven auf (Schul-)Sport am 01.06.2026 beschäftigen wir uns mit der Methode des Forumtheaters/Theater der Unterdrückten mit Bodyshaming. Dazu erinnern wir zunächst eigene Erfahrungen von Beschämung im Sport und spielen dann Situationen von Bodyshaming im Forumtheater / Theater der Unterdrückten nach. Durch die Einnahme verschiedener Rollen versuchen wir die Situation zu durchbrechen und Handlungen zu finden, die empowern. In der abschließenden Diskussion gehen wir auf das Menschenbild ein, das beim Bodyshaming zutagetritt und diskutieren, welche undemokratische Machtmechanismen sowie faschistische Kontinuitäten wirken.

Alle Interessierten sind eingeladen mitzumachen.
Hinweis: Sowohl das Erinnern an Beschämungserfahrungen als auch das Rollenspiel kann belastend erlebt werden

Mo, 01.06, 16 bis 18 Uhr, CITEC

Perspektiven der Politischen Soziologie: Was erklärt den Aufstieg der AfD?

Die Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung „Einführung in die Sozialwissenschaften“ führt in die Grundlagen der Politischen Soziologie ein. Den Ausgangspunkt bildet die Frage nach Erklärungen für den Aufstieg der AfD bei Wahlen und in Umfragen. Vorgestellt werden Erklärungsansätze der Parteien- und Einstellungsforschung, der politischen Ökonomie und Globalisierungsforschung, der Mediensoziologie wie auch der Diskursforschung. Die Veranstaltung schließt mit Überlegungen zur politischen Beteiligung junger Menschen ab.

https://ekvv.uni-bielefeld.de/kvv_publ/publ/vd?id=505356419

Mo, 01.06., 16 bis 18 Uhr (c.t.), X-E1-203

Gender and facism. Judith Butlers Who is Afraid of Gender? Als Zeitdiagnose.
taught in English

Beschreibung: In Who's Afraid of Gender? (2024) liest Judith Butler den globalen Antigenderismus als Symptom autoritärer Mobilisierung und gesellschaftlicher Faschisierungsprozesse: 'Gender' fungiert als Phantasma, über das autoritäre und extrem rechte Akteur*innen gesellschaftliche Ängste bündeln und in politische Allianzen überführen. Wir zeigen Ausschnitte aus einem Gespräch zwischen Judith Butler und Jack Halberstam, in denen sie über die im Buch aufgeworfenen Fragen diskutieren, und erarbeiten im Anschluss daran gemeinsam, was Butlers Analyse für ein Verständnis gegenwärtiger autoritärer Verschiebungen leisten kann und wo ggf. Fragen offen bleiben.

Description: In Who's Afraid of Gender? (2024), Judith Butler interprets global anti-genderism as a symptom of authoritarian mobilization and processes of societal fascistization: “Gender” functions as a phantasm through which authoritarian and far-right actors channel societal fears and translate them into political alliances. We will show excerpts from a conversation between Judith Butler and Jack Halberstam in which they discuss the questions raised in the book, and subsequently work together to explore what Butler’s analysis can contribute to an understanding of current authoritarian shifts and where questions may remain unanswered.

Mo, 01.06., 18:30, Online

„Eugenische Phantasmen – Die lange Vor- und Nachgeschichte der NS-«Euthanasie»-Morde" von Dagmar Herzog.

Es gibt einen Livestream von dem Vortrag, den ich an der Universität Zürich organisiere: „Eugenische Phantasmen – Die lange Vor- und Nachgeschichte der NS-«Euthanasie»-Morde" von Dagmar Herzog. Herzog ist eine der führenden Wissenschaftler*innen in der Disability Studies. Der Vortrag findet am 01.06. um 18:30 statt und das Livestream ist hier:

https://bit.ly/4fGHABS.

Gerne könnten Sie diesen Link weitergeben. Keine Voranmeldung ist nötig. Ich behandle Herzogs Buch „Eugenische Phantasmen" morgen mit den Studierenden meines Seminars „Volk, Volksgemeinschaft, Rassismus" in der Abteilung Geschichte.

Di, 02.06., 10 bis 12 Uhr (c.t.), Y-1-202

Frage nach Repräsentation von race in alltagsweltlichen Repräsentationen & verfolgen der Spuren zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen einer Faschisierung der Gesellschaft

Auf Grundlage des Texts „Das Spektakel des ‚Anderen‘“ von Stuart Hall (2010) beschäftigen wir uns mit der Frage nach der Repräsentation von race in alltagsweltlichen Repräsentationen und verfolgen die Spuren zu den gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen einer Faschisierung der Gesellschaft.

  • Grundlagentext: Hall, Stuart (2010): Das Spektakel des ‚Anderen‘. In J. Koivisto & A. Mertens (Hrsg.), Stuart Hall. Ideologie, Identität, Repräsentation. Ausgewählte Schriften 4 (S. 108–166). 3. Aufl., Hamburg: Argument.

Di, 02.06., 10 bis 12 Uhr (c.t.), X-E0-212

Critical Disability Studies & Discussion based on a text about the Nazi era and the euthanasia killings
taught in English

Wir werden einen Text zur NS-Zeit und zu den Euthanasiemorden diskutieren und insgesamt in das Thema Critical Disability Studies einsteigen.

We will discuss a text on the Nazi era and the euthanasia killings, and we will also explore the field of Critical Disability Studies.

SOSE2026 / 300465 Bodies in Resistance: Contesting Racialised, Gendered, Ableist, Ecological and Precarious Knowledge in Global Labour Divisions (S) - eKVV - Universität Bielefeld

Di, 02.06., 12 bis 13 Uhr, HSBI C226

Workshop: KI (re)produziert diskriminierende und extrem rechte Diskurse, Sprache erzeugt und reproduziert soziale Wirklichkeiten.

Im Workshop untersuchen wir große Sprachmodelle auf diskriminierende Muster am Beispiel von Ableismus und fragen danach, wie KI gesellschaftliche Ausschlüsse, Normalitätsvorstellungen und menschenfeindliche Diskurse reproduzieren kann. Bitte Laptop oder Tablet mitbringen.

Di, 02.06., 12 bis 14 Uhr (s.t.) - Z1-516

Faschisierung und Wissen. Eine Kritik der Hochschule

Wenn Prozesse der Faschisierung beispielsweise mit dem Reklamieren des absoluten Vorrangs einer partikularen sozialen Einheit („Volk“), mit der naturalistischen Rechtfertigung von Hierarchien (class, race, gender) und der Verunglimpfung und Bekämpfung deliberativer Instanzen einhergehen, zu denen neben rechtsstaatlicher Justiz, Presse oder Gewaltenteilung auch die Wissenschaft gehört, dann bedroht die Faschisierung gesellschaftlicher Verhältnisse Wissenschaft in ihrer Autonomie ganz grundlegend. Im Rahmen der Veranstaltung Faschisierung und Wissen. Eine Kritik der Hochschule wollen wir der Frage nachgehen, was die Wissenschaft, so wie sie an der Universität etabliert ist, zu dieser Faschisierung beigetragen hat. In einer (selbst-)reflexiven und (selbst-)kritischen Einstellung soll die Universität zum Gegenstand der Kritik werden, um Bedingungen der Möglichkeit zu erkennen, dem, worauf das Ideal der Universität bezogen ist, näher zu kommen.

Di, 02.06., 18 - 20 Uhr, X-E0-001

Kapitalismus und Krieg: Die Zukunft der deutschen Nahostpolitik und des Völkerrechts

https://aktuell.uni-bielefeld.de/event/kapitalismus-und-krieg-die-zukunft-der-deutschen-nahostpolitik-und-des-voelkerrechts/

 

Mi, 03.06., 8 bis 10 Uhr, X-E1-200

Seminar "Arbeit, Wirtschaft, Demokratie"

Textgrundlage: Kiess, Johannes/Schmidt, André, 2025: Schützt demokratische Selbstwirksamkeit im Betrieb gegen Rechtsextremismus? Ein Vergleich zwischen Ost und West sowie 2020 und 2024. WSI-Mitteilungen, 78(4), 253–262

Mi, 03.06., 10 bis 11:30 Uhr, HSBI C 227

Film: „Was hat Hamburg nur mit Euch Frauen gemacht?“ (1992)

Film der Hamburger Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes: „Was hat Hamburg nur mit Euch Frauen gemacht?“ (1992). Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der gewaltvollen Ausgrenzung und Entrechtung von drei Frauen in der Weimarer Republik und der NS-Zeit bis in die 1990er Jahre durch die staatliche Fürsorge.

Mi, 03.06., 10 bis 12 Uhr, X-E0-206

„Kinderschutz von rechts?"

In dem Seminar schauen wir uns an, wie das Thema Kinderschutz in aktueller rechter Propaganda und neonazistischen Kampagnen vereinnahmt wird. Geht es Neonazis und neofaschsitischen Organisationen um das Wohl der Kinder oder verbergen sich hier andere Motive? Wir besprechen die wichtigsten rechten Talking Points und ordnen diese erziehungswissenschaftlich ein.

Mi, 03.06., 12 bis 14 Uhr, X-E0-218

"Wehrpflicht, Parteienverbote oder das Verhältnis der Generationen. Welche Konflikte bewegen Deutschland?"

Soziale Konflikte sind seit einiger Zeit in aller Munde und die Gesellschaft scheint so gespalten wie nie. Doch was sagen eigentlich aktuelle Befragungsdaten zu sozialen Konflikten? Wo liegen zentrale Konfliktlinien und welche Konflikte bewegen die Befragten besonders? Der Vortrag stellt Forschungsergebnisse aus dem Konfliktmonitor der ConflictA-Konfliktakademie vor und ordnet sie in aktuelle gesellschaftliche Debatten sowie die Forschung zu sozialen Konflikten ein.

Mi, 03.06., 14:30 bis 16 Uhr, Versuchsschule Oberstufen-Kolleg

Lehrer:in werden in zunehmend antidemokratischen Zeiten?

In der Schule sollen Kinder und Jugendliche von Lehrkräften in unsere Gesellschaft eingeführt werden. Aber in welche Gesellschaft? Diese schon immer zu stellende Frage stellt sich angesichts der aktuellen antidemokratischen Entwicklungen noch einmal mehr. Im Ad-hoc-Workshop können Lehramtsstudierende mit Oberstufenschüler:innen der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg entlang von zwei kurzen Impulsen des Veranstalters versuchen, diese Fragen (für sich) zu klären.

Mi, 03.06., 16 bis 18 Uhr, Z3-202

Scham und Faschisierung

Interessierte, die nicht regulär am Seminar teilnehmen, werden um eine freundlich gehaltene Anmeldung bis zum 27.05.2026 per Email gebeten. 

  • Kurztext: Im Rahmen des Seminars „Die Bedeutung von Gefühlen, Emotionen, Affekten in der Migrationsgesellschaft“ werden wir uns in der Woche „Wissenschaft gegen Faschismus“ am 3. Juni von 16:00 bis 18:00 mit dem Thema Faschisierung auseinandersetzen und diskutieren, inwiefern Affekte der Scham die kritische Auseinandersetzung mit Faschisierung erschweren und was aus entsprechenden Einsichten für die eigne politische Praxis folgt. Grundlage wird ein Aufsatz zu Scham sein, der zuvor herumgeschickt wird. 
  • Raum ist im Z-Gebäude. Das Z-Gebäude befindet sich neben dem Y-Gebäude.
    Konsequenz 41 a, 33615 Bielefeld

Mi, 03.06, zwischen 16 und 20 Uhr - Offenes Atelier

Wir möchten unser Format "Offenes Atelier" nutzen, das Studierenden hochschulweit offen steht und Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens bietet. An unserem regulären Termin am 03.06. zwischen 16 und 20 Uhr ( A01-524) würden wir gemeinsam mit interessierten Studierenden antifaschistische Plakate und Flugblätter entwickeln und drucken. Ein historisches Vorbild ist dabei das Atelier Populaire, bei dem die Druckwerkstatt der École des Beaux Arts in Paris im Mai 1968 von Studierenden und Arbeiter*innen besetzt wurde, um politische Plakate zu drucken

Weitere spannende Infos von ConflictA

die letzte Episode des Zankapfel-Podcasts 
https://www.conflict-a.de/zankapfel-konflikte-kurz-erklaert/

Stellungnahme in Bezug auf den Umbau des Bundesprogramms "Demokratie leben"
https://www.conflict-a.de/stellungnahme-zum-umbau-des-bundesprogramms-demokratie-leben/.

Workshopangebot "Dialogisch im Konflikt"
https://www.conflict-a.de/dialogisch-im-konflikt-ein-workshopbericht/